Einzelinitiative

Gemeinde Küsnacht - Einzelinitiative  

Änderung der Küsnachter Gemeindeordnung vom 26. November 2017 (in Kraft seit  1. Juli 2018) im Zusammenhang mit den Finanzkompetenzen des Gemeinderates.

 Antrag:

 Art. 20 (Finanzkompetenzen) wird wie folgt geändert:

 Der Gemeinderat ist zuständig für:

4.  den Erwerb von Grundeigentum und von beschränkten dinglichen Rechten im Wert von bis und mit Fr. 10'000'000.- im Einzelfall sowie den Verkauf  von Grundeigentum, die Belastung von Grundstücken mit beschränkten dinglichen Rechten oder den Verzicht auf beschränkte dingliche Rechte im Wert von bis und mit Fr. 2'000'000.- 

(bisher Fr. 5'000'000.-) im Einzelfall bei Grundeigentum im Finanzvermögen.

 Rückblick

An der Urnenabstimmung vom  26.11.2017  hat die Stimmbürgerschaft über die Zusammenführung der politischen und der Schulgemeinde und über die neue Gemeindeordnung abgestimmt. Sie wurde per 1. Juli 2018 vom Regierungsrat in Kraft gesetzt. Bestandteil des Gesamtpaketes war die Erhöhung der Finanzkompetenz des Gemeinderates für die Veräusserung von gemeindeeigenen Grundstücken und Liegenschaften auf Fr. 5'000'000.-.

Warum soll jetzt wieder rückgängig gemacht werden, was die Gemeinde vor Kurzem beschlossen hat?

  • Im Rahmen der Urnenabstimmung gab es keine Möglichkeit, über diesen einzelnen Punkt abzustimmen.

  • Man wollte die neue GO wegen diesem Punkt nicht blockieren

  • Der GR hat schon damals durchblicken lassen, dass man über die Finanzkompetenz nochmals abstimmen könne.

  • Die Erhöhung der Finanzkompetenzen für die Veräusserung von gemeindeeigenen Grundstücken und Liegenschaften hat schon vor der Abstimmung zu Diskussionen und ablehnenden Leserbriefen geführt.

Begründung:

Es ist nicht ersichtlich, warum der Gemeinderat von Küsnacht höhere Kompetenzen benötigt als andere Gemeinden im Bezirk. Mit der aktuell geltenden Finanzkompetenz von Fr. 5'000'000.- könnte ein künftiger Gemeinderat einen Grossteil der Küsnachter Liegenschaften und Landreserven freihändig verkaufen - quasi das Tafelsilber verscherbeln um an Bargeld zu gelangen. Dies widerspricht diametral der Liegenschaftenpolitik und -strategie der Gemeinde Küsnacht, die sich am Ziel orientiert, den Anteil an preisgünstigem Wohn- und Gewerberaum zu erhalten und genügend gemeindeeigenen Grund und Boden für die Wohlfahrt der Bevölkerung zur Verfügung zu halten.

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Mit meinem Antrag möchte ich erreichen, dass Immobiliengeschäfte über 2 Mio Franken im Zusammenhang mit Grundstücken und Liegenschaften, die sich im Besitz der Gemeinde befinden, oder an denen die Gemeinde Rechte besitzt,  auch künftig dem Küsnachter Souverän zur Beurteilung vorgelegt werden.

Küsnacht, 25. Juni 2019

 

Ueli Häfeli

Wangen 12

8127 Forch

           

 

Waltraud Müller